Im Sumpf der Fliegen
Es wird mal wieder dringend Zeit für einen neuen Beitrag.
Vor ca. 14 Tagen bin ich zum 3. Mal in den Bymarka Wald zum Wandern aufgebrochen. Diesmal ging es mit dem Bus einmal außen herum und dann durch den Wald zurück nach Trondheim. Pünktlich um 7:40 Uhr morgens ging es mit dem Bus fast direkt vor der Haustür los. Einmal in der Stadt umsteigen und die Fahrt führt am Fjord entlang einmal um den Bymarka herum. Allein die Busfahrt ist schon cool, weil man eine sehr schöne Aussicht auf den Fjord hat. Natürlich hat die Haltestellenanzeige die ganze Zeit funktioniert, bis auf den einen Moment bei der Haltestelle, wo ich aussteigen hätte müssen... Eine Haltestelle weiter musste ich dann eben ein bisschen zurücklaufen, was aber zum Glück nicht weiter schlimm war.
Am Anfang ging es gleich auf den 537m hohen Bosbergheia. Und da fing es eigentlich auch schon an - Fliegen. Ich hatte immer eine Glocke von bestimmt 20 Fliegen um mich herum. Am Gipfel oben ging zum Glück ein recht starker Wind, wodurch die Fliegen endlich weg waren. Aber leider zu früh gefreut. Kaum war ich wieder etwas weiter unten, waren die Fliegen wieder da. Ich war aber zum Glück nicht der einzige, dem es so ging. Die meisten Wanderer die ich traf hatten genausoviele Fliegen wie ich am Hals. Das nervigste an den Fliegen ist das ständige Surren um einen herum und dann noch, dass sie einem die ganze Zeit sinnlos ins Gesicht fliegen, als wollten sie einen damit umhauen...
Bis hierher verlief die Wanderung eigentlich ziemlich gut. Schöner Ausblick und alles gut soweit. Aber leider führte mich der Weg, den ich mir vorher im Internet herausgesucht hatte, durch viel Sumpfgebiet. Weil es seit mehreren Tagen extrem schönes und warmes Wetter war, gab es wohl auch die ganzen Fliegen. Beim durchqueren der Sumpfgebiete wurden dann meine Füße auch noch nass, weil man dann doch öfter mal etwas eingesunken ist... Die meiste Zeit der Wanderung verging dann innerlich fluchend, bis ich endlich aus dem Sumpf rausgekommen bin und die Fliegen auch weniger wurden.
Ich bin auch öfters etwas von den kleinen Pfaden abgekommen, da diese im Sumpfgebeit schwer zu erkennen sind. Ich hatte auch das Gefühl, dass die meisten keine offiziellen Pfade waren, sondern eher Trampelpfade irgendwo durch den Wald. Ich hab's aber dann doch wieder nach Trondheim geschafft und am Ende der Wanderung kam ich auch noch an zwei schönen Stauseen vorbei. Also am Ende war dann doch alles ganz gut. Es war sicher nicht die schönste Wanderung, sie war halt OK :-).
Durch die zwischenzeitliche Frustration bei dieser Wanderung habe ich auch nicht viele Bilder gemacht. Nur vom Anfang und vom Ende der Wanderung:
